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Managed SOC06. August 2026ca. 10 Min.

Managed Wazuh: Open-Source-SIEM ohne Lizenzkosten für den Mittelstand

Wazuh ist eine Open-Source-Sicherheitsplattform, die SIEM und XDR vereint und keine Lizenzkosten verursacht: Die Software selbst ist kostenlos, bezahlt wird nur der Betrieb. Genau dort entscheidet sich, ob Wazuh im Unternehmen funktioniert, denn Regel-Tuning, 24/7-Auswertung und Updates binden schnell mehr Kapazität, als ein mittelständisches IT-Team aufbringen kann. Als Wazuh-Platin-Partner betreibt RedCastle Wazuh als Managed Service auf Servern in deutschen Rechenzentren: DSGVO-konform, mit KI-gestützter Alarmbewertung und einem SOC, das rund um die Uhr erreichbar ist.

Was ist Wazuh?

Wazuh ist eine frei verfügbare Open-Source-Plattform für Security Monitoring, die die Funktionen eines SIEM (Security Information and Event Management) und eines XDR (Extended Detection and Response) kombiniert. Ein leichtgewichtiger Agent auf Servern und Arbeitsplätzen sammelt sicherheitsrelevante Ereignisse, die zentrale Plattform korreliert sie, bewertet sie anhand von Erkennungsregeln und schlägt bei verdächtigen Aktivitäten Alarm.

Zum Funktionsumfang gehören unter anderem:

  • Log-Sammlung und -Analyse über die gesamte IT-Umgebung hinweg
  • File Integrity Monitoring: Überwachung kritischer Dateien und Konfigurationen auf Veränderungen
  • Schwachstellenerkennung auf den überwachten Systemen
  • Compliance-Checks, etwa gegen gängige Härtungs- und Sicherheitsstandards
  • Erkennungsregeln, die sich vollständig an die eigene Umgebung anpassen lassen

Der Kostenvorteil: keine Lizenzkosten, keine Datenvolumen-Falle

Kommerzielle SIEM-Produkte wie Splunk oder Elastic werden überwiegend nutzungsbasiert lizenziert, häufig nach aufgenommenem Datenvolumen. Das klingt zunächst fair, wird aber zur Kostenfalle: Sicherheitsrelevante Logdaten wachsen mit jedem neuen System, jeder neuen Log-Quelle und jeder Verschärfung der Compliance-Anforderungen. Wer aus Kostengründen Log-Quellen abschaltet, spart am falschen Ende und reißt blinde Flecken in die Erkennung.

Wazuh kennt dieses Dilemma nicht: Die Software ist Open Source, es gibt keine Lizenzgebühren und keine Abrechnung nach Datenvolumen. Die Kosten verlagern sich vollständig in den Betrieb, also in Infrastruktur, Pflege und Auswertung. Das macht die Gesamtkosten planbar und unabhängig davon, wie viele Logs Ihre Systeme erzeugen.

KriteriumWazuh (Open Source)Kommerzielle SIEMs
LizenzkostenKeineLaufende Gebühren, meist nutzungs- oder volumenbasiert
Kosten bei wachsendem LogvolumenStabil, keine VolumenabrechnungSteigen mit dem Datenvolumen mit
Quellcode und RegelnOffen, vollständig anpassbarProprietär, Anpassungen eingeschränkt
DatenhoheitFreie Wahl des Betriebsorts, z. B. deutsches RechenzentrumHäufig an die Cloud des Herstellers gebunden
HerstellerbindungKein Vendor-Lock-inWechsel aufwendig und teuer

Warum der Eigenbetrieb unterschätzt wird

Auf dem Papier ist Wazuh schnell installiert. In der Praxis scheitern Eigenbetriebs-Projekte selten an der Installation, sondern an dem, was danach kommt. Vier Aufgaben werden regelmäßig unterschätzt:

  • Regel-Tuning: Mit Standardregeln erzeugt ein SIEM in produktiven Umgebungen eine Alarmflut, in der echte Angriffe untergehen. Erkennungsregeln müssen kontinuierlich an die eigene Umgebung angepasst, verfeinert und um eigene Use Cases ergänzt werden. Unser SOC arbeitet mit über 150 eigenen Detection Rules und reduziert Fehlalarme um bis zu 80 Prozent.
  • 24/7-Auswertung: Ein Alarm um 3 Uhr nachts nützt nichts, wenn ihn niemand bewertet. Angreifer arbeiten bevorzugt außerhalb der Geschäftszeiten, an Wochenenden und Feiertagen. Ohne Bereitschaftsorganisation bleibt das beste Monitoring wirkungslos.
  • Updates und Plattformpflege: Manager, Indexer, Dashboards und hunderte Agents wollen aktuell gehalten werden. Versionssprünge, Kompatibilität der Komponenten und das Nachziehen von Erkennungsinhalten sind Daueraufgaben, keine Einmalprojekte.
  • Personal: Für einen durchgehenden Betrieb braucht es mehrere qualifizierte Analysten inklusive Vertretung bei Urlaub und Krankheit. Diese Profile sind am Arbeitsmarkt knapp und teuer.

Was Managed Wazuh bei RedCastle bedeutet

RedCastle ist zertifizierter Wazuh-Platin-Partner und im offiziellen Partnerverzeichnis von Wazuh für Deutschland gelistet. Die Partnerschaft besteht seit November 2024. Wir betreiben Wazuh nicht nebenbei, sondern als Kern unserer eigenen SOC-Plattform, mit der wir täglich mittelständische Unternehmen überwachen.

Managed Wazuh heißt bei uns konkret:

  • Betrieb der kompletten Wazuh-Plattform in deutschen Rechenzentren, DSGVO-konform und an BSI-Empfehlungen orientiert
  • Über 150 eigene, laufend gepflegte Detection Rules statt reiner Standardregeln
  • KI-gestützte Erstbewertung (Triage) jeder Alarmmeldung, damit Ihr Team nur relevante Fälle sieht
  • Ein Security Operations Center, das Alarme bewertet, priorisiert und mit Ihnen die Reaktion abstimmt
  • Feste Ansprechpartner, verständliche Reports und nachvollziehbare Dokumentation

Für wen sich Managed Wazuh eignet

Managed Wazuh passt besonders für drei Gruppen:

  • Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitenden, die professionelles Security Monitoring brauchen, aber kein eigenes SOC aufbauen wollen
  • Von NIS2 betroffene Unternehmen, die kontinuierliche Überwachung, Vorfallserkennung und Meldefähigkeit nachweisen müssen (siehe auch unseren Beitrag NIS2: Welche Unternehmen sind betroffen?)
  • Teams, die Wazuh bereits selbst betreiben und an die Grenzen von Zeit, Personal oder Regelpflege stoßen

So arbeitet unser SOC mit Wazuh: Betriebspraxis statt Theorie

Der Unterschied zwischen einer installierten und einer wirksamen Wazuh-Umgebung liegt im täglichen Betrieb. Ein paar Beispiele aus unserer Praxis als Betreiber:

  • Agent-Rollout und Lebenszyklus: Neue Systeme werden automatisiert aufgenommen, ausgemusterte sauber entfernt. So bleibt die Abdeckung vollständig und das Reporting ehrlich.
  • Gruppen- und Konfigurationsverwaltung: Erkennungsregeln und Agent-Konfigurationen werden je Kundenumgebung getrennt gepflegt und versioniert, Änderungen sind nachvollziehbar und rückholbar.
  • Anreicherung von Alarmen: Jede Meldung wird mit Kontext angereichert, etwa Bedrohungsdaten zu IP-Adressen und Dateien, bevor ein Analyst oder die KI-Triage sie bewertet.
  • Eskalation mit Augenmaß: Kritische Fälle erreichen Sie sofort über die vereinbarten Kanäle, Routinefälle werden gesammelt und im Report nachvollziehbar dokumentiert.

Migration: Ihre bestehende Wazuh-Instanz übernehmen wir

Wenn Sie Wazuh bereits im Einsatz haben, beginnt das Projekt nicht bei null. Eine Übernahme läuft bei uns typischerweise in vier Schritten:

  • Bestandsaufnahme: Review Ihrer bestehenden Konfiguration, Regeln, Agent-Abdeckung und Log-Quellen
  • Migrationsplan: Festlegen, was übernommen, was bereinigt und was durch unser gepflegtes Regelwerk ersetzt wird
  • Umzug: Anbindung der Agents an unsere Plattform, schrittweise und ohne Überwachungslücke im Parallelbetrieb
  • Feinschliff: Tuning auf Ihre Umgebung, Aufschaltung der KI-Triage, Übergabe in den Regelbetrieb mit Reporting

Was kostet Managed Wazuh?

Den Preis kalkulieren wir individuell: Er richtet sich nach der Zahl der überwachten Clients und Server sowie den Modulen, die Sie tatsächlich buchen. Es gibt keine Abrechnung nach Datenvolumen, das Logaufkommen Ihrer Systeme ändert den Preis nicht. Fordern Sie über unsere Kontaktseite ein unverbindliches Angebot an, wir melden uns innerhalb von 4 Arbeitsstunden (werktags 8-18 Uhr). Eine Markteinordnung der SOC-Kosten finden Sie im Beitrag Was kostet ein SOC?.

Häufige Fragen zu Managed Wazuh

Ist Wazuh wirklich kostenlos?

Die Software ja: Wazuh ist Open Source und lizenzkostenfrei. Kosten entstehen für Infrastruktur, Einrichtung, Regelpflege und die laufende Auswertung. Beim Eigenbetrieb tragen Sie diese Kosten selbst, bei Managed Wazuh sind sie in einem planbaren Monatspreis gebündelt.

Was kostet Managed Wazuh bei RedCastle?

Der Preis wird individuell nach der Zahl der überwachten Clients und Server sowie den gebuchten Modulen kalkuliert, ohne Abrechnung nach Datenvolumen. Ein unverbindliches Angebot erhalten Sie über unsere Kontaktseite, mit Rückmeldung innerhalb von 4 Arbeitsstunden (werktags 8-18 Uhr).

Können Sie unsere bestehende Wazuh-Installation übernehmen?

Ja. Wir prüfen Ihre Konfiguration, übernehmen sinnvolle Bestandteile, ersetzen den Rest durch unser gepflegtes Regelwerk und ziehen die Agents ohne Überwachungslücke auf unsere Plattform um.

Ist der Betrieb DSGVO-konform?

Ja. Die Datenverarbeitung erfolgt in deutschen Rechenzentren, DSGVO-konform und an BSI-Empfehlungen orientiert. Ihre Logdaten bleiben unter Ihrer Kontrolle und verlassen die Plattform nicht.

Reicht Wazuh für NIS2 aus?

Wazuh deckt als SIEM/XDR die technische Seite ab: kontinuierliche Überwachung, Angriffserkennung und die Datenbasis für Meldepflichten. NIS2 verlangt darüber hinaus organisatorische Maßnahmen wie Risikomanagement und Meldeprozesse. Wie beides zusammenspielt, zeigen wir auf unserer NIS2-Seite.

Wie schnell ist Managed Wazuh einsatzbereit?

In der Regel innerhalb weniger Tage. Nach einer kurzen Analyse Ihrer Infrastruktur richten wir Agents, Monitoring, Alarmierung und Reporting ein.

Der nächste Schritt

Sie betreiben Wazuh selbst und kommen an Grenzen? Oder Sie suchen ein SIEM ohne Lizenzkosten mit professionellem Betrieb? Dann sprechen Sie mit uns: Über unsere Kontaktseite erreichen Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch und ein unverbindliches Angebot. Einen Überblick über Pakete und Leistungsumfang finden Sie auf der Paketübersicht.

Quellen und weiterführende Informationen
  • Wazuh Inc.: Wazuh Documentation, The Open Source Security Platform
  • Wazuh Inc.: Partnerverzeichnis, RedCastle eG als Platinum Partner (Deutschland)
  • Wazuh Blog: Wazuh and RedCastle eG announce partnership, November 2024

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