Ein professioneller Penetrationstest kostet 2026 in Deutschland zwischen 6.000 und 35.000 Euro. Typische Projekte für mittelständische Unternehmen liegen bei 7.500 bis 15.000 Euro, der Test einer einzelnen Webanwendung meist bei 6.000 bis 12.000 Euro. Der Preis hängt vor allem vom Umfang (Scope), der Testart und der Tiefe des Berichts ab. Dieser Beitrag schlüsselt die Kosten auf, erklärt den Ablauf und zeigt, woran Sie seriöse Angebote erkennen.
Penetrationstests werden in Personentagen kalkuliert: Je größer der Testumfang und je tiefer die Analyse, desto mehr Tage benötigt das Testteam und desto höher fällt der Projektpreis aus. Daraus ergeben sich am Markt folgende typische Spannen:
| Testart / Projektgröße | Typische Kosten |
|---|---|
| Einzelne Webanwendung | 6.000 bis 12.000 Euro |
| Typisches KMU-Projekt (z. B. externe und interne Infrastruktur) | 7.500 bis 15.000 Euro |
| Umfangreiche Projekte (mehrere Systeme, Active Directory, Re-Test) | bis 35.000 Euro |
| Gesamtrahmen professioneller Penetrationstests | 6.000 bis 35.000 Euro |
In einem seriösen Projektpreis sind neben den eigentlichen Testtagen auch die Vorbereitung, die Erstellung des Berichts und ein Abschlussgespräch zur Einordnung der Ergebnisse enthalten. Fragen Sie im Zweifel nach, welche dieser Bestandteile das Angebot abdeckt: Genau hier unterscheiden sich Angebote, die auf den ersten Blick gleich aussehen.
Der häufigste Grund für scheinbar günstige Angebote: Es wird gar kein Penetrationstest verkauft, sondern ein automatisierter Schwachstellenscan mit anderem Etikett. Beides hat seine Berechtigung, aber es sind grundverschiedene Leistungen:
| Schwachstellenscan | Penetrationstest | |
|---|---|---|
| Vorgehen | Automatisiert, werkzeuggetrieben | Manuell durch Experten, werkzeugunterstützt |
| Ergebnis | Liste möglicher Schwachstellen | Verifizierte, tatsächlich ausnutzbare Angriffspfade |
| False Positives | Häufig, bleiben ungeprüft | Werden aussortiert, jeder Befund ist belegt |
| Verkettung von Schwachstellen | Nein | Ja, wie bei einem realen Angriff |
| Aussagekraft | Momentaufnahme der Patch-Hygiene | Belastbare Bewertung des realen Risikos |
Ein professioneller Test folgt einem klar strukturierten Ablauf. Eine ausführliche Einführung in Methodik und Nutzen finden Sie in unserem Beitrag Penetrationstest: Schwachstellen erkennen, bevor Angreifer sie ausnutzen.
Neben dem Scope bestimmt auch das Wissen, mit dem die Tester starten, den Aufwand und damit den Preis:
Ein Penetrationstest ist rechtlich nur zulässig, wenn der Eigentümer der getesteten Systeme ihn ausdrücklich beauftragt. Zum sauberen Projektrahmen gehören eine schriftliche Beauftragung mit klar definiertem Scope, eine Vertraulichkeitsvereinbarung sowie die Abstimmung mit Betreibern betroffener Systeme, etwa dem Hosting-Anbieter. Seriöse Anbieter klären diese Punkte im Scoping, bevor der erste Scan startet. Fehlt dieser Schritt im Angebot, ist das ein deutliches Warnsignal.
Der Bericht ist das Produkt, für das Sie bezahlen. Prüfen Sie vor der Beauftragung anhand eines Musterberichts, ob folgende Bestandteile enthalten sind:
Penetrationstests sind längst nicht mehr nur eine freiwillige Qualitätsmaßnahme. Die NIS2-Richtlinie verlangt von betroffenen Unternehmen ein Risikomanagement mit wirksamen technischen Maßnahmen, deren Wirksamkeit belegt werden muss. Regelmäßige Sicherheitsprüfungen sind dafür ein anerkannter Baustein.
Auch Cyberversicherer fragen im Antragsprozess zunehmend konkrete Sicherheitsmaßnahmen und Prüfnachweise ab. Ein dokumentierter Penetrationstest verbessert die Position bei Vertragsabschluss und im Schadenfall. Mehr dazu in unserem Beitrag Welche Anforderungen stellen Cyberversicherungen an Unternehmen?.
Typische KMU-Projekte liegen 2026 bei 7.500 bis 15.000 Euro, je nach Umfang von externer und interner Infrastruktur. Der Gesamtrahmen professioneller Tests reicht von 6.000 bis 35.000 Euro.
Der Test einer einzelnen Webanwendung kostet meist 6.000 bis 12.000 Euro. Entscheidend sind Komplexität, Rollenmodell und Schnittstellen der Anwendung.
Nein. Ein Scan ist automatisiert und liefert ungeprüfte Hinweise, ein Penetrationstest weist die tatsächliche Ausnutzbarkeit manuell nach. Angebote weit unter den marktüblichen Spannen sind fast immer reine Scans.
Als Richtwert: mindestens jährlich sowie nach wesentlichen Änderungen an Infrastruktur oder Anwendungen. Regulierte Unternehmen und Versicherungsnehmer sollten die in ihren Auflagen geforderten Intervalle zugrunde legen.
Je nach Scope wenige Tage bis mehrere Wochen, inklusive Berichtserstellung. Den konkreten Zeitplan legt das Scoping-Gespräch fest.
Warnsignale sind Pauschalpreise weit unter den Marktspannen, fehlendes Scoping-Gespräch, kein Musterbericht und keine Aussage zur manuellen Testtiefe. Seriöse Anbieter machen Methodik und Umfang vor Vertragsschluss transparent.
Wie ein Penetrationstest bei uns abläuft, was der Bericht enthält und Antworten auf häufige Fragen finden Sie auf unserer Seite Penetrationstest für den Mittelstand.
Sie planen einen Penetrationstest oder wollen ein vorliegendes Angebot einordnen? Beschreiben Sie uns kurz Ihre Umgebung über unsere Kontaktseite: Wir melden uns innerhalb von 4 Arbeitsstunden (werktags 8-18 Uhr) bei Ihnen und erstellen ein unverbindliches, transparent kalkuliertes Angebot. Einen Überblick über unsere weiteren Leistungen finden Sie auf der Paketübersicht.
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